Oliver Pocher: "Ein Stück Gerechtigkeit" trotz Niederlage vor Gericht gegen Christian Düren

Das hatte sich Oliver Pocher sicher anders erhofft: Das Landgericht Köln hat am 4. Februar entschieden, die Klage gegen Christian Düren abzuweisen. Dennoch ist der Comedian zufrieden - und das hat einen Grund.

Oliver Pocher wirft Christian Düren Erpressung vor
Oliver Pocher äußerte sich nun zum Gerichtsprozess mit beziehungsweise gegen Christian Düren.© Getty Images

Oliver Pocher: Landgericht weist Klage gegen Christian Düren ab

Des einen Freud ist des anderen Leid: Schon vor über einem Jahr erhob Oliver Pocher (47) erstmals schwere Vorwürfe gegen Christian Düren (35). Er behauptete, der "taff"-Moderator habe ihn mit einem Video erpresst, dass einen Streit zwischen ihm und Ex-Frau Amira Aly (32) zeigte, um ihm beruflich zu schaden. Im Detail warf Pocher Düren vor, das Video Verantwortlichen der TV-Branche gezeigt zu haben, nachdem dieser nicht auf seine Forderung, die Witze über ihn zu unterlassen, eingegangen war, um seine Karriere zu sabotieren - Erpressung, wenn es nach Oliver Pocher geht. Der 35-Jährige selbst wies die Anschuldigungen vor Gericht vehement zurück: "Ich habe es an niemanden weitergeleitet", betonte er immer wieder. Und nun wies das Landgericht Köln die Klage offiziell ab. Ein Pressesprecher erklärte der "Bild" dazu: "Der geltend gemachte Unterlassungsanspruch steht dem Kläger nicht zu."

Laut Anwalt hat Christian Düren "die Hoffnung, nicht weiter mit unwahren Vorwürfen belästigt zu werden"

Es habe nicht genügend Beweise gegeben, die dafür sprechen würden, dass Christian Düren "das Videomaterial Dritten vorgeführt" hätte, heißt es weiter. Der Anwalt des Moderators, Christian-Oliver Moser, erklärte der Zeitung: "Oliver Pocher ist mit seinem Versuch der öffentlichen Täter-Opfer-Umkehr gescheitert. (...) Die wahrheitswidrige Behauptung Pochers, dass Düren ein für Oliver Pocher äußerst nachteiliges privates Video an Personen aus der Medienbranche weitergeleitet habe, wurde von keinem der benannten Zeugen bestätigt." Weiter wiederholte der Jurist die Bitte Dürens, einfach nur in Ruhe gelassen werden zu wollen: "Unser Mandant verbindet mit seinem gerichtlichen Erfolg die Hoffnung, von Oliver Pocher nicht weiter mit rechtswidrigen und unwahren Vorwürfen belästigt zu werden.Unser Mandant will von Oliver Pocher schlicht und einfach in Ruhe gelassen werden."

Oliver Pocher dennoch zufrieden: "Der Prozess gegen Christian Düren war richtig"

Und was sagt Oliver Pocher zu der Niederlage vor Gericht? Bei Instagram veröffentlichte auch er ein Statement seiner Anwältin Sultan Balli-Bergmann, in dem es unter anderem heißt: "Das Landgericht Köln die Klage meines Mandanten mit dem am 04.02.2026 verkündeten Urteil zurückgewiesen. Ausweislich der Entscheidungsgründe erfolgte die Klageabweisung allein aufgrund der prozessualen Beweislastverteilung. Auch wenn das erstinstanzliche Verfahren zulasten meines Mandanten ausgegangen ist, hat es sich für meinen Mandanten schon gelohnt. Indem Herr Düren einräumen musste, dass seine WhatsApp-Nachricht ein Bluff gewesen sei, sollte jedermann bewusst geworden sein, dass den Aussagen von Herrn Düren kein Glauben geschenkt werden kann. Darüber hinaus wurde Herrn Düren vor Augen geführt, dass er das Videomaterial nicht an Dritte weiterleiten darf. Damit hat unser Mandant seine wesentlichen Ziele erreicht." 

Und auch Oliver Pocher selbst äußerte sich in der Caption: "Hier nochmal für alle Freunde von True Crime und Prozessen mit echten Menschen, unsere anwaltliche Begründung, warum mein Prozess gegen Christian Düren richtig war und auch für mich ein Stück Gerechtigkeit herbeigeführt hat."

Verwendete Quellen: Bild, Instagram