Roy Black: Das dunkle Geheimnis um seinen Tod

Vor 30 Jahren geschah das Unglück

Roy Black, † 48, hätte dieses Jahr seinen 78. Geburtstag gefeiert. Er war ein echter Schlager-Sonnenschein, der andere zum Strahlen brachte. Doch der Sänger hatte eine zerrissene Seele. Um seinen einsamen Tod vor 30 Jahren in seiner Fischerhütte ranken sich bis heute Geheimnisse.

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Auf OKmag.de-Schlager blicken wir regelmäßig zurück in die Geschichte des Schlagers. Hier haben wir schon den größten Skandal der Schlagergeschichte, oder das lange gehütete und von Costa Cordalis enthüllte Geheimnis von Rex Gildo beleuchtet. Heute widmen wir uns einem der ganz großen der Schlagergeschichte: Roy Black! Sein Tod wirft bis heute Fragen auf.

Eigentlich wollte Gerhard Höllerich Rock'n'Roll spielen, das war seine Leidenschaft. Auch sein Künstlername Roy Black ist inspiriert von seinem großen Idol Roy Orbison – und von seinen schwarzen Haaren, derentwegen alle ihn "Blacky" nennen. Doch das Schicksal, oder besser das Publikum, wollte in ihm einen Schlagerstar sehen. Neben seinen ersten englischsprachigen Rocksongs, die er mit seiner Band Roy Black and the Cannons aufnahm, sang der junge Musiker 1964 auch den Schlager "Du bist nicht allein" ein – und nur der wurde ein Hit. Als ein Jahr später mit "Ganz in Weiss" der Durchbruch klappte, war Gerhard Höllerich festgelegt auf samtweiche Schlager.

Roy Black – eine zerrissene Seele

Mit seinen Liedern, vor allem "Schön ist es auf der Welt zu sein" und seinen Filmen eroberte Roy Black in den Sechziger und Siebziger Jahren ein Millionenpublikum. Doch in den 1980ern ließ der Erfolg nach. Der Sänger litt an Depressionen. Mit der RTL-Serie "Ein Schloss am Wörthersee" gelang Roy Black 1989 sein Comeback. Er war dabei, sein Leben neu zu ordnen, seine Tochter Nathalie wurde im September 1991 geboren. Doch es war zu spät.

Roy Blacks Tod

Roy Black starb am 9. Oktober 1991 mit nur 48 Jahren in seiner Fischerhütte im oberbayerischen Heldenstein, sein Rückzugsort vor der stressigen Welt da draußen. Kurz zuvor hatte er gerade die Dreharbeiten für die zweite Staffel von "Ein Schloss am Wörthersee" beendet. Als offizielle Todesursache gilt ein Herzversagen. Doch laut dem Obduktionsbericht aus dem "Bild" zitierte, hatte Roy Black drei Promille Alkohol im Blut. Seine Familie wird später jeglichen Einfluss von Alkohol und Drogen dementieren. "Mein Bruder hat sich nicht totgesoffen", sagte der Bruder Walter Höllerich, der Roy tot in seiner Hütte fand, der "Passauer Neuen Presse". Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Roy Black wegen eines angeborenen Herzfehlers mehrmals operiert wurde und regelmäßig Tabletten nehmen musste, und dass er wegen seiner Alkoholprobleme schon in die Schlagzeilen geriet.

Roy Blacks damaliger Manager Wolfgang Kaminski sagte zu "Freizeit Express", dass das Ergebnis der Obduktion nicht öffentlich bekannt gemacht werden sollte: "Das tatsächliche Endergebnis wurde nur einem kleinen, internen Kreis mitgeteilt…" Doch warum? Wollten die Angehörigen den guten Ruf des Sängers bewahren? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

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Was war die Todesursache?

Einige Freunde und Bekannte des Sängers glauben auch an einen Selbstmord, eine Kurzschlusshandlung. "Er musste ja oft ganz andere Dinge machen, als er wollte. Er sträubte sich, aber er tat es dann doch", sagte etwa Moderatorin Dagmar Berghoff der Augsburger "Neuen Sonntagspresse".

Aussage des obduzierenden Arztes

Vor einiger Zeit berichtete der "Ein Schloss am Wörthersee"-Regisseur Otto Retzer, dass Roy Black am letzten Drehtag eine anstrengende Verfolgungsjagd drehen musste – und dass sein Hauptdarsteller durchaus regelmäßig zum Alkohol griff. Retzer vermutet im Gespräch mit dem österreichischem News-Portal "kurier.at", dass Roy an seinem Todestag vergaß, seine Herzmedikamente aus der Apotheke abzuholen. Doch kann es das gewesen sein? "Ich sag immer, er ist an gebrochenem Herzen gestorben", so Retzer.

An einen Selbstmord glaubt der Regisseur nicht, wie er "kleinezeitung.at" erläuterte: "Roy Black hat sich garantiert nicht umgebracht. Jemand, der sich umbringen will, bestellt für den nächsten Tag kein neues Auto, richtet sich keine neue Wohnung ein und verabschiedet sich nicht in der Form, wie er es getan hat."

Am Wahrscheinlichsten dürfte die Aussage des Rechtsmediziners Professor Doktor Wolfgang Eisenmenger sein, der Roy Black obduzierte und der 2016 gegenüber „Bild“ sagte: "Die genaue Todesursache war eine schwere natürliche Erkrankung des Herzens, wobei sicher der Alkohol eine Mitursache ist." Doch bis heute halten die widersprüchlichen Aussagen von Familienmitgliedern, Freunden und Fans das Geheimnis um den Tod von Roy Black am Leben.

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