"Bridgerton"-Staffel 4: Zu wenig Erotik? Aschenputtel-Lovestory sorgt für Kritik

Das Warten hat endlich ein Ende: Die neue Staffel von "Bridgerton" ist online. Doch während die Veröffentlichung der neuen Folgen auf Netflix weltweit gefeiert wird, mischen sich unter die anfängliche Euphorie kritische Töne.

Bridgerton Yerin Ha und Luke Thompson
Benedict Bridgerton (Luke Thompson) sucht in Staffel 4 seine Sophie Baek (Yerin Ha). Doch trotz des romantischen Aschenputtel-Settings klagen Kritiker über eine fehlende erotische Chemie zwischen den neuen Hauptdarstellern.© Imago

"Bridgerton"-Staffel 4: Benedicts Geschichte wird zur Märchenstunde

Lange mussten die Fans auf diesen Moment hinfiebern, nun ist der erste Teil der vierten Staffel von der Netflix-Erfolgsserie "Bridgerton" endlich verfügbar. Treu nach dem aktuellen Trend bei Streaming-Serien wurde die Staffel gesplittet. Die Fortsetzung erscheint am 26. Februar 2026 auf der Plattform. In dieser Ballsaison rückt nun der zweitälteste Bruder, Benedict Bridgerton (gespielt von Luke Thompson), in den Mittelpunkt des Geschehens. Die Handlung der Staffel orientiert sich dabei stark an dem berühmten Aschenputtel-Märchen und schlägt damit eine deutlich Richtung ein als die bisherigen Staffeln der Serie. Während in den vorherigen Staffeln der gesellschaftliche Stand des Partners oft eine zentrale Rolle spielte, bricht Benedict mit diesen Konventionen. Alles beginnt auf einem glanzvollen Maskenball, auf dem er einer geheimnisvollen Dame in Silber begegnet. Erst später kommt ans Licht, dass die Unbekannte die junge Sophie Baek (dargestellt von Yerin Ha) ist – ein einfaches Dienstmädchen, das sich heimlich auf das Fest geschlichen hat.

"Bridgerton"-Staffel 4: Kritik wegen fehlender Chemie

Obwohl die vierte Staffel sehnlichst erwartet wurde, zeichnet sich in den ersten Rezensionen ein eher ernüchterndes Bild ab. Der aktuelle Score für die bisher veröffentlichten Folgen liegen auf der Bewertungsplattform "Rotten Tomatoes" bei lediglich 69 Prozent. Damit markiert die Geschichte rund um Benedict und Sophie den bislang schlechtesten Wert der gesamten Serie. Was den Kritikern dabei am meisten fehlt, ist die für "Bridgerton" so typische Spannung und "Spice" zwischen den Protagonisten. Das Branchenmagazin "Variety" erklärte dazu: 

Leider mangelt es der Romanze zwischen Sophie und Benedict, zumindest in der Darstellung in Teil 1, an der prickelnden Leidenschaft und erotischen Chemie der vorherigen Hauptpaare der Serie.

Der Fokus auf den märchenhafte Aschenputtel-Plot scheint die Sinnlichkeit der Show etwas in den Hintergrund gedrängt zu haben. Ob die Macher im zweiten Teil mehr erotische Sequenzen eingebaut haben, bleibt abzuwarten.

Verwendete Quellen: Netflix; Rotten Tomatoes; Variety