Daniela Katzenberger & Co.: So schlimm ist der Ballermann

Daniela Katzenberger & Co.: So schlimm ist der Ballermann wirklich

Sexismus und Konkurrenzdruck – so hart ist das Partygeschäft auf Mallorca wirklich.

Sexuelle Belästigung: Die Masche der Veranstalter

Er steht für Party, Musik und jede Menge Spaß – doch hinter den Kulissen am Ballermann sieht es ganz anders aus! Wer als Unterhaltungskünstler auf Mallorca Erfolg haben will, braucht offenbar ein extrem dickes Fell. Die Konkurrenz ist riesig, keiner gönnt dem anderen was. Und Frauen haben es besonders schwer: Denn sie müssen zusätzlich jede Menge sexuelle Belästigung ertragen! Eine, die davon ein Lied singen kann, ist Marion Pfaff, alias Krümel.

Elf Jahre habe ich etwa im Bierkönig gesungen. Es sind Aussagen gefallen, wie zum Beispiel: 'Wenn du mir jetzt einen bläst, spiele ich deine Musik.' Oder: 'Wenn du mit mir ins Bett gehst, mache ich dich zum Star',

berichtet sie. DJs und Veranstalter am Ballermann würden es ausnutzen, dass man als Künstlerin von ihnen abhängig ist.

Leider Gottes bin nicht nur ich die einzige gewesen. Ich kenne sehr viele Frauen, die diese Erfahrung gemacht haben. Viele meiner Kolleginnen, die darüber natürlich nicht einfach reden können, weil die dort noch musikalisch stattfinden.

Ein Nein habe schon viele die Karriere gekostet, so die Sängerin. "Man hat die Möglichkeit, entweder spielt man mit den Regeln mit oder man bleibt standhaft und zieht sein Ding durch oder man geht seelisch daran zugrunde." Krümel entschied sich für Zweiteres und eröffnete ihren eigenen Laden. Auf diese Weise ist sie schon lange nicht mehr abhängig von anderen. Doch dass das auch nicht immer einfach ist, hat Andrej Mangold gerade am eigenen Leib erfahren.

Bye-bye, "Hello The Club"

"Das Nachtleben ist generell eine sehr toughe Branche, gerade an der Playa de Palma. Da herrscht ein enormer Konkurrenzkampf", so der Ex-"Bachelor". Erst im Mai hatte er seine Nobeldisco "Hello The Club" eröffnet. Doch jetzt, nach nicht mal drei Monaten, steigt er schon wieder aus dem Club-Geschäft aus. Der 35-Jährige habe "das Pensum unterschätzt", gibt er zu.

In sehr vielen Bereichen musste ich in unangenehme Diskussionen gehen, obwohl ich es eigentlich nur allen recht machen und helfen wollte. Da waren viele wiederkehrende Probleme, das hat mich enorm gestresst,

so Andrej. Dass er jetzt finanzielle Einbußen hat, nimmt er in Kauf. Denn sein Wohlbefinden sei ihm wichtiger.

Kein Geld der Welt ist es wert, dass ich meine Gesundheit noch einmal aufs Spiel setze (...) Ich möchte nicht wieder, wie es in der Vergangenheit schon einmal passiert ist, über meine physischen und mentalen Grenzen gehen und mir zu viel aufladen.

2017 musste Daniela Katzenberger ihr Café aufgeben

Wie sich das anfühlt, weiß auch Daniela Katzenberger. Mit ihrer Reality-Show, ihrem Influencer-Dasein und der kleinen Tochter Sophia hatte sie genug um die Ohren, sodass sie 2017 ihr Café Katzenberger in Santa Ponça aufgab.

Trotzdem blieb sie der Insel treu – wenn auch widerwillig. Nicht zuletzt, weil sie Sophia nicht aus ihrem gewohnten Umfeld reißen möchte, aber auch, weil Ehemann Lucas Cordalis hier seinen Lebensunterhalt verdient. Nach dem Tod seines Vaters Costa Cordalis († 75) steht er nun besonders unter Druck.

Mein Vater hat sich immer gewünscht, dass seine Musik weiter lebt. Das weiß ich. Und ich habe ihm auch versprochen, vor und auch nach seinem Tod, dass ich alles in meiner Macht Stehende tun werde, um das wahrzumachen,

sagt er gegenüber RTL. Deshalb muss auch er sich jetzt am Ballermann durchboxen – ohne den Schutz von seinem erfahrenen Papa. Der heftige Konkurrenzkampf, der raue Ton hinter den Kulissen, der Sexismus – das geht sicherlich nicht spurlos an Lucas vorbei.

Doch ändern wird sich – laut Krümel – so schnell wahrscheinlich nichts. Denn so hart es am Ballermann auch ist – viele Künstler und Künstlerinnen fürchten ohne ihn das Karriere-Aus. "Man ist abhängig von dieser Branche, von den DJs, man braucht die Auftritte auf Mallorca, um in Deutschland gehört und gesehen zu werden, um auch dort wiederum Auftritte zu bekommen", weiß Krümel. Deswegen spreche niemand die Missstände an. Denn wenn man es zu etwas bringen wolle, müsse "man halt die Füße still halten."

Text aus der OK!-Printausgabe von: Julia Zuraw

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