
Johann Lafer: "Es war ein brutaler Schock"
Als Johann Lafer (68) kürzlich ohne Schnurrbart und mit Tuch auf dem Kopf im "ZDF-Fernsehgarten" auftrat, gab sein neues Aussehen Anlass für reichlich Gesprächsstoff. Kurz darauf machte er seine Krebserkrankung öffentlich."Es war ein brutaler Schock. Es traf mich ein greller Blitz aus dem heiteren Himmel. Von einer Sekunde zur nächsten ist plötzlich alles ganz anders und nichts mehr so, wie es vorher war", sagte er zu "Bunte" über den Moment, als er vor zweieinhalb Jahren die Diagnose Lymphdrüsenkrebs bekam. Seit Anfang des Jahres unterzieht sich der beliebte TV-Koch nun einer Chemotherapie – mit zunächst unerwünschten Nebenwirkungen: "Anfangs verlor ich meine Kernkompetenz – den Geschmack", berichtet Lafer.
"Silvia ist eine sehr große Stütze"
Doch inzwischen geht es wieder bergauf, die Therapie scheint anzuschlagen. "Die Hoffnung stirbt zuletzt. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich keine Angst hätte. Und ich möchte auch weiterarbeiten – ich habe noch so viele Pläne", so der österreichische Küchenchef weiter. Kraft findet er in dieser schweren Zeit bei seiner Frau und seinen Kindern. "Silvia ist eine sehr große Stütze", erklärt er. Lange wusste auch nur sie von der Krankheit. Ihre beiden Kinder, Jennifer (31) und Jonathan (25) haben erst vor rund zwei Monaten von der Krebserkrankung erfahren. Eine bewusste Entscheidung des Ehepaares:
Wir wollten es so lange wie möglich geheim halten. Sie sind dann sofort gekommen. Sie waren unglaublich stark. Sehr hilfsbereit,
sagt Johann Lafer gegenüber "Bild". Mit dem Rückhalt seiner Familie und einer positiven Nachricht beim letzten Arztbesuch, blickt der 68-Jährige nun zuversichtlicher nach vorne: "Ich richte meinen Blick nicht auf das, was nicht geht. Sondern auf das, was möglich ist. Am Ende ist es ein Tapetenwechsel. Dann sage ich mir: Das tut mir gut. Und die Therapie schlägt ja auch an, es wird besser“" beschreibt er seinen gegenwärtigen Zustand. "Man sieht, dass die Knoten kleiner werden. Dass die Behandlung anschlägt. Und das gibt mir Kraft."
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Text von Julia Zuraw
Verwendete Quellen: Die neue Frau






