"Skandal": Gina-Lisa Lohfink bekommt Rückendeckung von Alice Schwarzer

Nach dem Falschaussage-Urteil gegen die Entertainerin meldet sich die "Emma"-Herausgeberin zu Wort

Gina-Lisa Lohfink gibt sich nicht geschlagen. Die gemunkelte Dschungelcamp-Kandidatin geht gegen das Falschaussage-Urteil erneut in Berufung.  Alice Schwarzer springt der Entertainerin in einem neuen Interview zur Seite.  Nach der Urteilsverkündung stürmte Gina-Lisa Lohfink aus dem Gerichtssaal.  Sebastian Castillo Pinto, den Gina-Lisa schwer belastet hatte, verlässt das Gerichtsgebäude dagegen erleichtert. 

Der Schock über das gestrige Urteil im Falschaussage-Prozess sitzt immer noch tief bei Gina-Lisa Lohfink. Die 29-Jährige muss nach dem Richterspruch vom 22. August 20.000 Euro Strafe zahlen, doch dagegen will sie angehen und weiterhin für ihr vermeintliches Recht kämpfen. Prominente Unterstützung erhält Gina-Lisa nun auch von Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, 73. 

Schwere Niederlage für Gina-Lisa Lohfink 

Gina-Lisa Lohfink will das Urteil gegen sich nicht hinnehmen. Am gestrigen Montag kam Richterin Antje Ebner zu dem Schluss, dass die 29-Jährige weder vergewaltigt noch mit K.-o.-Tropfen betäubt wurde. 

Ein riesiger Rückschlag für Gina-Lisa, die bereits ankündigte, gemeinsam mit ihren Anwälten in Revision gehen zu wollen. Sollte sie erneut vor Gericht scheitern, zöge sie es vor, ihre Strafe im Gefängnis zu verbüßen statt die 20.000 Euro zu bezahlen, erklärte sie im Interview mit RTL. 

"Extrem brutal und verächtlich mit der Frau umgegangen"

In der Zwischenzeit meldete sich nun auch Frauenrechtlerin Alice Schwarzer zu dem aufsehenerregenden Fall zu Wort. Ihrer Meinung nach gibt es keinen Zweifel daran, dass das It-Girl von zwei Männern vergewaltigt wurde:

Wie auch immer man diese auf Video dokumentierten Stunden interpretieren mag - unübersehbar ist, dass die beiden Männer extrem brutal und verächtlich mit der Frau umgegangen sind.

Über die Verurteilung des Models wegen falscher Verdächtigung im Amtsgericht Berlin-Tiergarten am Montag sagt die 73-jährige Journalistin: "Die Frau dafür zu 20.000 Euro wegen 'Falschbeschuldigung' zu verurteilen, ist ein Skandal." In einem Interview mit der "Osnabrücker Zeitung" stellte die Herausgeberin der Frauenzeitschrift "Emma" klar:

Nur jede zwölfte Vergewaltigung wird in Deutschland angezeigt, nur jede hundertste führt zu einer Verurteilung. Es ist zu befürchten, dass es nach dem Berliner Urteil noch weniger sein werden.

Nachdem das Gericht festgelegt hatte, dass der Sex zwischen der 29-Jährigen und den zwei Männern einvernehmlich geschehen ist und sie die Ermittler bewusst in die Irre geführt hatte, stürmte die Hessin noch während der Urteilsverkündung aus dem Gerichtssaal.