
Die Wut-Attacke aus der Zelle: Marius teilt aus
Nur wenige Stunden nachdem das Bezirksgericht Oslo seinen Antrag auf Haftentlassung in Rekordzeit abgelehnt hatte, platzte Marius Borg Høiby der Kragen. In einem Gastbeitrag für das Portal Nettavisen mit dem Titel „Desinteressierter Richter“ schoss er scharf gegen die Justiz – und gegen eines seiner mutmaßlichen Opfer.
In dem Beitrag behauptete Høiby, dass nicht er gegen Kontaktverbote verstoßen habe, sondern seine Ex-Partnerin ihn im Gefängnis kontaktiert habe. „Fast ausnahmslos hat mein Ex-Partner zuerst Kontakt zu mir gesucht“, schrieb der 29-Jährige provokant. Ein verzweifelter Versuch der Schuldumkehr aus der Isolationshaft heraus?
„Beleidigung und neue Belastung“: Die Frogner-Frau bricht ihr Schweigen
Die Antwort aus dem Umfeld des Opfers ließ nicht lange auf sich warten. Wie die norwegischen Zeitungen Aftenposten und Se og Hør berichten, reagiert die „Frogner-Frau“ heftig auf die Anschuldigungen des Mette-Marit-Sohnes. Ihre Rechtsanwälting, Mette Yvonne Larsen, findet deutliche Worte für das Verhalten des Royals:
Sie empfindet es als Beleidigung und neue Belastung, dass diese Art von Behauptungen über ihr Privatleben öffentlich gemacht werden und dass sie nun gezwungen ist, darauf zu reagieren.
Die Verteidigungsstrategie der Gegenseite ist klar: Die Frau bestreitet entschieden, jemals Kontakt zu Marius im Gefängnis gesucht zu haben. Für sie ist sein öffentliches Statement ein erneuter psychischer Übergriff, der sie zwingt, sich erneut mit ihrem mutmaßlichen Peiniger auseinanderzusetzen.
Hintergrund: Wer ist die „Frogner-Frau“?
In der norwegischen Berichterstattung wird eines der mutmaßlichen Opfer von Marius Borg Høiby (29) konsequent als die „Frau aus Frogner“ (norwegisch: Frogner-kvinnen) bezeichnet. Hier sind die wichtigsten Fakten zu ihrer Rolle im Fall:
- Namensherkunft: Der Name leitet sich von Frogner ab, einem exklusiven Stadtteil im Westen von Oslo, in dem sich der Vorfall im August 2024 ereignete, der die Ermittlungen ins Rollen brachte.
- Die Vorwürfe: Sie ist die Ex-Partnerin von Marius. Er soll in ihrer Wohnung gewalttätig geworden sein, sie körperlich angegriffen und Sachbeschädigungen begangen haben. In diesem Zusammenhang steht auch der Vorwurf der Bedrohung mit einem Messer im Raum.
- Rechtlicher Status: Sie ist eine von mehreren Frauen, die im aktuellen Verfahren als geschädigte Parteien auftreten. Zum Schutz ihrer Privatsphäre wird ihre Identität in den Medien nicht vollständig preisgegeben.
- Das aktuelle Zerwürfnis: Während Marius behauptet, sie habe trotz Kontaktverbots das Gespräch zu ihm gesucht, lässt sie über ihre Anwältin Mette Yvonne Larsen erklären, dass sie sich durch seine öffentlichen Äußerungen erneut gedemütigt und belastet fühlt.
Kein Entkommen: Darum blieb der Richter gnadenlos
Das Bezirksgericht Oslo stützt die Sicht des Opfers und ließ sich von Høibys Argumenten nicht beeindrucken. In der Urteilsbegründung, die nach nur 15-minütiger Beratung fiel, heißt es unmissverständlich, dass bei Marius ein massives „Rückfallrisiko“ bestehe.
Besonders brisant: Das Gericht wies darauf hin, dass Høiby bereits im Zeitraum vor seiner Inhaftierung mehrfach gegen einstweilige Verfügungen verstoßen habe. Die Hoffnung auf ein Leben mit Fußfessel in einem Haus auf dem royalen Anwesen Skaugum – nur einen Steinwurf von der Residenz seiner Mutter entfernt – ist damit endgültig zerschlagen. Marius bleibt hinter Gittern, während die Welt auf den Prozessbeginn wartet.
Wichtiger Hinweis zum Verfahren
Marius Borg Høiby befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Ihm werden unter anderem Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und Verstöße gegen Kontaktverbote vorgeworfen. Ein finales Urteil im Strafverfahren wird für Juni 2026 erwartet. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für Marius Borg Høiby weiterhin die Unschuldsvermutung.







