Retinol gegen Milien: So wirst du Hautgrieß endlich los

Retinol gegen Milien: So wirst du Hautgrieß endlich los

Vitamin A wirkt nicht nur gegen Falten und Akne, du kannst Retinol sogar gegen Milien verwenden. Wie genau der Wirkstoff gegen störenden Hautgrieß helfen kann, erklären wir dir hier.

© Pexels/Shvets Production
Milien sind kleine Knötchen, die meist im Augenbereich auftreten.

Was sind Milien?

Milien sind kleine weiße Knubbel an der Hautoberfläche, die überall am Körper auftreten können. Meist kommen sie jedoch im Augenbereich an Nase, Schläfen und Stirn vor. Oft tauchen gleich eine ganze Menge Milien in einem Areal auf, das Hautbild wirkt in diesem Fall körnig, deshalb werden sie auch oft als Hautgrieß bezeichnet.

Die gute Nachricht: Die Grießkörner sind nicht schädlich, es handelt sich lediglich um ein kosmetisches Problem und in der Regel verschwinden die kleinen Knötchen von ganz allein wieder.

Die einzelnen Zysten sind mit Keratin gefüllt, einem Protein, das in der Haut, aber auch in Haaren und Nägeln vorkommt. Wenn abgestorbener Hautpartikel nicht abgestoßen werden, rollen sie sich unter der Hautoberfläche zusammen und es entstehen sichtbare Knoten.

Milien am Auge
© iStock

Retinol gegen Milien

Von aggressiven Hausmitteln gegen Milien wie Teebaumöl oder Apfelessig solltest du gerade im empfindlichen Augenbereich lieber die Finger lassen. Viel sinnvoller ist es, deine Hautpflege anzupassen.

Einer der Wirkstoffe, mit denen du tolle Erfolge erzielen kannst, ist Retinol. Eine Creme oder ein Serum mit Vitamin A regt die Zellerneuerung an und wirkt peelend. Sie können dabei helfen, abgestorbene Hautschüppchen schneller an die Oberfläche zu befördern und sorgt für ein reineres Hautbild. 

So kann Retinol bei Akne helfen und Zeichen der Hautalterung mildern, aber auch dazu beitragen, dass die Hautgrieß gar nicht erst entsteht.

Gerade wenn du Vitamin A neu in deine Hautpflege integrierst, kann es zu Nebenwirkungen kommen, darum ist es wichtig, den patenten Wirkstoff langsam einzuführen. Zu Beginn solltest du Retinol nur ein- oder zweimal die Woche verwenden und gegebenenfalls mit einer milden Creme mischen. Verträgst du es gut, kannst du dich langsam steigern und die Pflege bis zu viermal die Woche anwenden. Nutze Vitamin A am besten abends und verwende am nächsten Tag unbedingt einen Sonnenschutz.

Hier findest du Produkte mit Retinol, die wir empfehlen können:

Achtung: In der Schwangerschaft und Stillzeit solltest du keine Produkte mit Vitamin A verwenden.

Milien vorbeugen mit der richtigen Pflege

Neben Retinol gibt es weitere Wirkstoffe, die deine Haut sanft von abgestorbenen Hautschüppchen und Unterlagerungen befreien. Die beste Wahl sind chemische Peelings. Von Peelingprodukten mit groben Partikeln oder Bürsten solltest du dagegen lieber Abstand nehmen, da diese die Haut verletzen und die Barriere stören können.

Produkte mit den Säuren BHA, AHA oder PHA helfen dabei abgestorbene Hautzellen zu lösen und beugen Verhornungen vor. Dieser Prozess ist wichtig, um der Bildung von Grieskörnern vorzubeugen.

Tipp: Hast du sehr empfindliche Haut, versuche es mal mit AHA oder PHA, die beiden Säuren sind oft besser verträglich als BHA. 

Diese chemischen Peelings eignen sich:

Damit die Haut nicht verhornt, ist es außerdem enorm wichtig, sie vor der Sonne zu schützen. Sonnenschäden können dazu führen, dass sich die Haut nicht mehr so schnell regeneriert. Verwendest du Retinol gegen Milien oder hilfst mit einem Säurepeeling nach, ist Sonnenschutz ohnehin Pflicht. Durch die Behandlung wird deine Haut nämlich deutlich empfindlicher.

Hier findest du Sonnenschutz für das Gesicht, der nicht die Poren verstopft und auch bei Milien geeignet ist:

Mit einer gezielten Skincare-Routine kannst du neuen Milien vorbeugen. Hast du bereits hartnäckigen Hautgrieß, der einfach nicht abheilen will, oder er sich sehr nah am Auge befindet, kannst du die kleinen Zysten auch entfernen lassen. Wende dich dazu unbedingt an einen Profi.

Wie werden Milien entfernt?

Im Gegensatz zu Mitessern oder Pickeln sind Milien fest von Haut umschlossen, es gibt keine Porenöffnung. Genau aus diesem Grund solltest du sie auch nicht selbst ausdrücken. Der Versuch führt nur zu Rötungen oder Entzündungen. Um ein Milium zu entfernen, muss die Haut erst einmal aufgeschnitten und der Inhalt entfernt werden. Das solltest du aber keinesfalls selber machen.

Deine Hautärztin oder Kosmetikerin hat das richtige Werkzeug für die winzigen Schnitte. Mit Milienmesser oder Kanüle kann sie Mikro-Einschnitte machen und die Verletzung anschließend so behandeln, dass keine Entzündungen oder Narben einstehen und die Knötchen spurlos abheilen.

Alternativ können Dermatologen den Hautgrieß bei einer Laserbehandlung entfernen. Sie tragen dazu per Laser die oberste Hautschicht ab. Es bildet sich ein leichter Schorf und nach wenigen Tagen zeigt sich eine glatte, neue Haut. 

Verwendete Quellen: PR

Lade weitere Inhalte ...