Shellac: Das tust du deinen Nägeln wirklich an

Hättest du das gedacht?

Nach jahrelangem Gebrauch von Gel oder Acryl sind deine Nägel brüchig und total im Eimer. Was nun? Schließlich möchtest du ja gepflegte Nägel haben, allerdings ohne sie zu beschädigen. Die bessere Alternative: Shellac. Denn er ist nicht nur günstiger, leichter aufzutragen, langanhaltend und genauso schön anzusehen, sondern auch schonender. Also was will Frau mehr?! Doch ist Shellac wirklich der Wunderlack, wie viele glauben? Wir haben ihn unter die Lupe genommen. 

Shellac: Für langanhaltend schöne Nägel 

Auf den ersten Blick scheint Shellac-Nagellack die ideale Alternative zu Kunstnägeln zu sein, denn er ist kratzfest, langanhaltend und verleiht brüchigen Nägeln, dank seiner festen Beschaffenheit, Stabilität. Auch kleinere Hausarbeiten können dem Lack nichts anhaben, im Gegensatz zu manchem Nagellack, der nach einmal Abwasch schon blättert oder abplatzt und spätestens nach zwei Tagen wieder komplett erneuert werden muss. 

Auch die Anwendung von Shellac ist einfach und ähnlich zu herkömmlichem Lack. Einziger Unterschied: Der Lack muss unter einer UV- oder LED-Lampe getrocknet werden. Während der Lack unter der UV-Lampe innerhalb von zwei Minuten trocknet, benötigt die LED-Lampe sogar nur 30 Sekunden. 

Spricht doch nichts dagegen oder?

Jetzt fragst du dich bestimmt wo das Problem liegt, da doch alles super klingt. Das Problem besteht im Ablösen des Lacks. Zwar wird der Lack, anders als Gel, nicht abgefeilt, sodass die Hornschicht des Nagels zunächst unbeschädigt bleibt. Jedoch wird zum Ablösen ein spezieller Nagellackentferner benutzt, der Aceton und andere starke Lösungsmittel enthält.

Im Gegensatz zu herkömmlichem Nagellack wird der Entferner zudem nicht einfach nur auf einen Wattepad aufgetragen und der Lack damit runtergenommen, sodass der Nagel nur kurz damit in Berührung kommt. Vielmehr werden kleine Wickel, die mit dem Entferner getränkt sind, für ganze zehn Minuten über die Nägel gestülpt, bis der Lack sich rückstandslos entfernen lässt. Ist dies nicht der Fall oder bleiben Farbrückstände zurück, wird die Prozedur entweder wiederholt oder mit einem Spatel nachgeholfen. 

 

 

Klingt alles andere als gesund...

Ist es auch nicht! Denn Aceton hat einige gesundheitsschädliche Eigenschaften. Hersteller warnen beispielsweise davor, dass tiefes Einatmen des hochaggressiven Stoffs Übelkeit bis hin zum Erbrechen oder Bewusstlosigkeit auslösen kann. Darüber hinaus trocknet Aceton die Haut aus und kann bei längerem Hautkontakt sogar entzündliche Hautreaktionen, wie Dermatitis hervorrufen.

Auch den Nägeln entzieht Aceton Fett, sodass diese trocken und porös werden. Kommt dann auch noch der Spatel zum Einsatz, um Farbreste zu lösen, ist das alles andere als gut für deine Nägel. Zum einen kann diese Prozedur bei empfindlichen Nägeln nicht nur unangenehm sein, sondern beschädigt auch das Nagelbett und die umliegende Haut. 

Und was nun?

Da Shellac nur auf den ersten Blick eine gute Alternative ist, fragen wir uns jetzt natürlich, was denn tatsächlich weniger schädlich für unsere Nägel ist?

Die „traurige“ Erkenntnis lautet: Back to the roots. Denn am schonendsten ist und bleibt wohl vorerst der herkömmliche Nagellack. Und mit einem guten Überlack kann man in den meisten Fällen auch für eine bessere Haltbarkeit sorgen.

Solltest du dich dennoch für Shellac entscheiden, empfehlen wir dir dies nicht auf Dauer, sondern eher für besondere Anlässe zu tun und deinen Nägeln danach eine Pause zu gönnen. Denn deine Nägel benötigen mehrere Monate, bis sie sich von den Strapazen erholt und wieder komplett erneuert haben. 

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Hast du bereits Erfahrungen mit Shellac gemacht?

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