Daniel Küblböck: Schauspielschule und Schüler brechen ihr Schweigen

„Das mit den Mobbing-Vorwürfen stimmt nicht“

Warum hat sich Daniel Küblböck, 33, in den frühen Morgenstunden des 9. Septembers in die eiskalten Fluten des Atlantik gestürzt? Speziell das letzte bewegende Posting des Entertainers gibt zu denken und rückt seine Schauspielschule in ein übles Licht. Vorstand und Schüler brechen nun endlich ihr Schweigen und schildern ihre Sicht der Dinge …

Suche nach Daniel Küblböck wurde eingestellt

Nachdem am Sonntag bekannt wurde, dass sich Daniel Küblböck nahe Neufundland von einem Aida-Kreuzfahrtschiff gestürzt haben soll, wurde die Suche am Montag nach 20 Stunden eingestellt. Insgesamt durchkämmten vier Schiffe und zwei Flugzeuge eine Fläche von 4200 Quadratkilometern - ohne Erfolg. Die Suche nach den Beweggründen des 33-Jährigen dauert allerdings weiter an.

Neben einer schweren Identitätskrise (Küblböck wollte offenbar als Frau leben) könnte auch Mobbing an seiner Schauspielschule einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet haben, dass Daniel seinem Leben vermutlich ein Ende setzen wollte. Nach wir vor ist allerdings nicht bewiesen, dass sich der DSDS-Star freiwillig von Bord der Aida gestürzt hat.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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War es Suizid?

Am 3. August hatte sich Daniel Küblböck mit einem bewegenden Facebook-Posting an seine Fan-Community gewandt und schwere Vorwürfe gegenüber seiner Schauspielschule, dem Europäischen Theaterinstitut (ETI) in Berlin, erhoben. Unter anderem schreibt er:

Ich muss diesen Schmerz der letzten Monate erst noch verkraften. Dieses monatelange Mobben an meiner Schule in meiner Klasse hat mich doch zutiefst in meiner Seele erschüttert. Ich musste Wochen mit hohen Hacken über Steine laufen, dann wurde mir meine Bühnengarderobe zerschnitten und mir wurde Sabotage unterstellt, da jemand Wasser über die Technik geschüttet hat. Ich meine, ich bin seit Jahren im Showgeschäft, und so etwas habe ich doch gar nicht nötig. Aber am schlimmsten fand ich, dass unsere Dozentin nicht eingegriffen hat. Sie hat das alles stillschweigend hingenommen.

Und weiter: „Am Ende wäre ich sogar mit meinem verstauchten Fuß aufgetreten und dann wurde mir von der Schulleitung die Teilnahme an unserer Endaufführung verweigert. Ich habe den ganzen Sommer ein halbes Buch auswendig lernen müssen, und dann so ein Hammerschlag. Diese Gesamtsituation macht mich einfach nur fertig. (...)

 

 

Ein Mitschüler: „Daniel hat sich selbst den Schaden zugefügt. Er war ein Sonderling“

Bereits vor wenigen Stunden hatte sich die Schauspielschule im Netz zu Wort gemeldet und erklärt:

Die Behauptungen über Mobbing an unserer Schule weisen wir strikt zurück. Wir sind zutiefst bestürzt und geschockt über das Verschwinden unseres Schülers Daniel Kaiser-Küblböck.

 

 

Gegenüber der „Bild“ haben nun auch einige Mitschüler ihr Schwiegen gebrochen und geschildert, was sich aus ihrer Sicht an der ETI Berlin abgespielt hat.

Das mit den Mobbing-Vorwürfen stimmt nicht. Für uns als Schüler ist es ein Albtraum, was auf der Facebook-Seite der Schule für Beschimpfungen erfolgen. Daniel hat sich selber den Schaden zugefügt. Uns wurde damals nach den Vorwürfen von Daniel erklärt, dass es Überwachungsvideos der Schule gibt, auf denen zu sehen ist, wie Daniel am Ende selber seine Kostüme beschädigt hat oder etwa auch wie er vor einer Probe etwas an der Elektronik verändert hat. Er war ein sensibler Mensch, er war ein Sonderling,

behauptet der Schüler. Küblböck soll außerdem Angst vor der Abschlussprüfung gehabt haben: „Er stöhnte, dass er sich auch nicht richtig vorbereitet hatte.“ Ein anderer Mitschüler erklärt, Daniel sei „auffällig oft alkoholisiert zur Schule“ gekommen. Ob an den Aussagen etwas dran ist? Unklar.

 

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