Marius Borg Høiby: Zu vier Jahren Gefängnis verurteilt - So geht es jetzt für ihn weiter

Im Prozess gegen Marius Borg Høiby hat das Amtsgericht in Oslo ein Urteil gefällt. Der 29-jährige Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit wurde wegen zweifacher Vergewaltigung und Körperverletzung zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt.

Marius Borg Høiby muss für vier Jahre ins Gefängnis

Das Urteil ist gefallen! Marius Borg Høiby (29) wurde vom Amtsgericht in Oslo wegen zweifacher Vergewaltigung und Körperverletzung zu vier Jahren Haft verurteilt. Von zwei der insgesamt vier Vergewaltigungsvorwürfe wurde er freigesprochen. Das berichten mehrere norwegische Medien wie die Zeitung "Verdens Gang". Außerdem muss Marius vier Frauen, darunter zwei seiner Ex-Freundinnen, eine Entschädigung zahlen. Insgesamt gab es 40 Anklagepunkte. Außerdem soll er insgesamt 560.000 norwegische Kronen - umgerechnet rund 58.000 Euro - Schadensersatz an seine Opfer zahlen müssen. 

Der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52) war aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich vor Ort und ließ sich per Video in den Gerichtssaal zuschalten. Was genau Marius fehlt, ist nicht bekannt. Auch ist unklar, wie er das Urteil aufgenommen hat: Da der Bildschirm nur für den Richter einsehbar war, konnten die anwesenden Medien seine Reaktion nicht sehen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

"Das Urteil ist einstimmig", erklärt Richter Jon Sverdrup Efjestad. Die Urteilsbegründung umfasst 128 Seiten und wird aktuell noch verlesen. Abgeschlossen ist das Verfahren mit der Urteilsverkündung jedoch nicht zwingend. Da sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Marius' Verteidigung innerhalb von zwei Wochen Berufung einlegen können, ist das Urteil aktuell noch nicht rechtskräftig. Anwältin EllenHolager Andenæs ließ mitteilen, dass eine Berufung in den Punkten, in denen Marius schuldig gesprochen wurde, geprüft werde.

Königsfamilie will sich nicht zum Urteil äußern

Ein Statement des norwegischen Königshauses gibt es bislang nicht. Gegenüber dem Sender "NRK" ließen die Royals lediglich mitteilen:

Der Fall wurde vom Gericht bearbeitet, und das Königshaus gibt keinen Kommentar zu dem Ergebnis ab. 

Verwendete Quelle: Verdens Gang, NRK