Mette-Marit von Norwegen: Sie schweigt zum Epstein-Skandal
Der norwegische Hof befindet sich derzeit in einer seltsamen Lage. Die Enthüllungen, die Prinzessin Mette-Marit (52) in Bedrängnis brachten, kommen nicht mehr Schlag auf Schlag. Der Prozess gegen Marius Borg Høiby (29) bietet keine spektakulären Wendungen. Er ist eher wie ein Mosaik, das sich langsam zusammensetzt. Aber ist deshalb alles gut?
Mitnichten! Das ausgelaufene Gift sickert in alle Bereiche der Monarchie. Es wirkt in dieser Phase still – aber dafür umso tödlicher. Der Stand bei Redaktionsschluss lautet: Mette-Marit war dem US-Sextäter Jeffrey Epstein (†66) in Freundschaft verbunden, was zahlreiche E-Mails belegen. Die Dokumente weisen nicht auf kriminelle Vorgänge hin. Sie werfen eher die Frage auf, ob die Prinzessin wissentlich mit einem Missbrauchstäter verkehrte.Mette-Marit entschuldigte sich zwar in einem Statement, schweigt aber zu allen Details. Und das wird zum Problem.
Wird ihr Schweigen zum Problem?
Denn in die Leerstelle, die der Hof freilässt, fließen verstörende Nachrichten aus Washington. Dort nahmen Abgeordnete beider Parteien Ein-blick in Akten, die bislang unter Verschluss waren. Zum Vorschein kam Ungeheuerliches: So fanden sich Hinweise auf ein Epstein-Opfer, das möglicherweise erst neun Jahre zählte. Auch von einem "Foltervideo" ist die Rede. Viele sind inzwischen überzeugt, dass die schlimmsten Verbrechen noch in unzähligen geschwärzten Akten verborgen sind. In dieser Situation wäre es in Mette-Marits Interesse, sich von Epstein abzugrenzen. Vielleicht war ihre Beziehung zu Epstein ja nicht so vertraut, wie die E-Mails es nahelegen. Doch die Prinzessin sagt nichts – und kettet sich damit an ein Monster, das mit jeder Enthüllung aus Washington teuflischer wirkt.
In Norwegen kursiert ein Bild, das Mette-Marit und ihren Sohn Marius 2012 mit Ghislaine Maxwell (64) in New York zeigt. Maxwell war Epsteins rechte Hand. Sie verbüßt derzeit eine 20-jährige Haftstrafe in den USA. Was hatte die Prinzessin mit ihr zu tun? Schweigen. Was nun Marius betrifft: Vor Gericht kamen inzwischen alle vier Frauen zu Wort, die er im Schlaf missbraucht und dabei gefilmt haben soll. Dem Angeklagten wurde nachgewiesen, dass er eigens ein Programm abonnierte, um die fraglichen Videos zu verstecken. Eine Zeugin, die Marius im März 2024 missbraucht haben soll, erinnerte sich an ein seltsames Licht, das sie im Halbschlaf anleuchtete: die Handykamera? Eine andere wachte laut eigener Aussage im Jahr 2023 auf, als der Beschuldigte Sex mit ihr hatte. Damals war Marius mit Stiefvater Haakon (52) auf den Lofoten unterwegs. Auch wenn die Beweisaufnahme weiter läuft: Das Puzzle, das sich langsam zusammensetzt, gibt ein verheerendes Bild ab. Unterdes versucht Prinz Haakon, die royale Routine ohne seine Frau aufrecht zu erhalten. Wie muss er sich dabei fühlen? Und hält seine Ehe das am Ende aus? Wahrscheinlich ahnt er, dass das Schlimmste erst noch kommen könnte ...
Dieser Artikel erschien zuerst in der aktuellen Ausgabe von "7 Tage" von Rupert Snowden - jede Woche neu am Kiosk!






