Mikrobiom: Diese Bakterien halten deine Haut im Gleichgewicht

Wir setzen auf Produkte mit Präbiotika und Probiotika

Bakterien sind schlecht? Oh nein! Sie bilden das sogenannte Mikrobiom – eine Schutzschicht, die die Haut gesund hält. Wir erklären, wie's funktioniert!

Was ist das Mikrobiom? 

Es funktioniert wie ein eigenständiges Ökosystem, das auf der Haut liegt und sie gesund hält. Die Expertin für Haut und Kosmetik, Dr. Sabine Gütt, erklärt: "Über 90 Prozent davon sind Bakterien, pro Quadratzentimeter sitzen da eine Milliarde. Der Rest setzt sich aus ca. fünf Prozent Pilzen und einigen Viren zusammen." Sie bilden einen großen Teppich, der wie ein Schutzschild gegen Umwelteinflüsse wirkt, den pH-Wert kontrolliert und den Feuchtigkeitshaushalt regelt. Spannend: "Je nach Körperareal setzt es sich anders zusammen, abhängig davon, welches Milieu herrscht. Ob die Region eher ölig, trocken oder feucht ist", so Dr. Gütt, die Beraterin bei Reviderm ist. Talgreich sind Kopfhaut und Stirn, die Arme zählen zu den trockenen Milieus. Füße, Intimbereich und Achseln gelten als feucht.

 


Dr. Sabine Gütt: Die Hamburgerin ist Expertin für Haut und Kosmetik sowie Beraterin der Marke Reviderm. ©PR

 

Welche Faktoren beeinflussen es? 

"Dazu zählen Alter sowie Umweltbedingungen (hohe Luftverschmutzung und eine starke UV-Strahlung). Ein weiterer Faktor ist unser Immunsystem. Und die Frage: Ist meine Haut von Natur aus trocken oder feucht? Der fünfte Punkt ist der Lebensstil, zu denen auch die Hygienepraktiken gehören" so Dr. Gütt. Allgemein gilt: Wer sich oft heiß wäscht und aggressive Reinigungsprodukte verwendet, kann seinen natürlichen Säureschutzmantel und so auch das Mikrobiom zerstören.

Was passiert, wenn unser Mikrobiom gestört ist? 

Nimmt der Anteil der für uns schädlichen Bakterien zu, wird unsere Haut krank. "Ein Ungleichgewicht zeigt sich bereits bei unreiner, öliger Haut bis Akne, bei Entzündungen (dazu gehört auch Sonnenbrand!), bei extrem empfindlicher Haut, bei Neurodermitis oder auch Rosazea", erklärt die Expertin. "Und: Unsere Haut wird im Alter immer trockener, allein das ist schon eine Veränderung unserer Flora", so Dr. Gütt weiter.

 

 

Was können Beauty-Produkte? 

Stichwörter sind Präbiotika und Probiotika. "Erstere geben den guten Bakterien Futter, dazu zählen Inhaltsstoffe aus Milchzucker, Chicoréewurzel und auch Honig. Probiotika bringen Zellbestandteile von guten Bakterien auf die Haut. Dazu gibt es noch die Gruppe der Postbiotika, die quasi gute Raumbedingungen für gute Bakterien schaffen – hier ist auch das Stichwort idealer pH-Wert. Der sollte nämlich schön sauer sein, damit sich auch die richtigen Bakterien ansiedeln können."

Wo gibt es noch Forschungsbedarf?

"Die große Herausforderung ist jetzt, dass wir herausfinden müssen, welche Zusammensetzung der Kunde hat. Eine Promikrobiom-Creme für alle kann es aus medizinischer Sicht gar nicht geben, weil die Flora einfach zu individuell ist", weiß Dr. Gütt. Hier fährt man aber schon gut, wenn man auf die Zusätze Pro- und Präbiotika sowie auf einen sauren pH-Wert (von 5) achtet.

Gesunde Kost für deine Haut:


1. La Roche-Posay "Lipikar Baume AP+ Balsam – ideal bei Neurodermitis", hier für ca. 18 Euro shoppen
2. frei öl " Hyaluron Lift NachtPflege mit Präbiotika", hier für ca. 27 Euro shoppen
3. Dermalogica "Active Clearing Feuchtigkeitsserum mit Salicylsäure", hier für ca. 70 Euro shoppen
4. Reviderm "pH Manager – normalisiert den pH-Wert", hier für ca. 75 Euro shoppen
5. bareMinerals "Poreless Clay Cleanser mit Präbiotika", hier für ca. 23 Euro shoppen
6. Murad Cosmetic "Prebiotic 3-in-1 Multimist mit Hefepeptid", hier für ca. 40 Euro shoppen

 

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