
Gil Ofarim: Verschwiegenheitserklärung? Darum schwieg er im Dschungelcamp
Kaum ein Dschungelcamp-Kandidat wurde in den letzten Jahren so kontrovers diskutiert, wie Gil Ofarim (43). Schon kurz nach Bekanntwerden seiner Teilnahme brach ein riesiger Shitstorm über RTL herein, weil viele nicht verstehen konnten, dass dem Sänger nach seinem Davidstern-Prozess und seiner Antisemitismus-Lüge eine Plattform geboten wird. Doch das Blatt wandte sich im Laufe der Staffel schnell und Gil entwickelte sich mehr und mehr zum Zuschauerliebling. Und das, obwohl er im Dschungelcamp immer und immer wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert wurde und erklärte, sich unter anderem aufgrund einer Verschwiegenheitserklärung nicht äußern zu dürfen. Mittlerweile ist aber klar, dass es sich bei der genannten Verschwiegenheitserklärung um eine Unterlassungserklärung handelt, die es dem Sänger lediglich untersagt, seine Vorwürfe gegen den Leipziger Hotelmitarbeiter Markus W. zu wiederholen. Sein Anwalt Dr. Alexander Stevens betonte in einem Live-Video allerdings, dass Ofarims Anwälte ihm geraten hätten, sich in der RTL-Show nicht zu dem Thema zu äußern.
Gil Ofarim stellt klar: "Ich möchte über manche Dinge nicht reden"
Beim großen Dschungelcamp-Wiedersehen wurde Gil Ofarim erneut auf sein vehementes Schweigen angesprochen und gab offen und ehrlich zu, dass es auch einige Themen gab, über die er schlicht nicht sprechen wollte: "Mein Privatleben, das behalte ich für mich. Es gibt Sachen, über die mag ich nicht reden, und es gibt Dinge, über die darf ich nicht reden", erklärte er. Und weiter: "Ich darf über viele Dinge nicht reden, und ich möchte über manche Dinge auch nicht reden." Der 43-Jährige sei sich bewusst darüber, dass der Davidstern-Prozess ihn wahrscheinlich ohnehin sein gesamtes Leben begleiten würde.
Dennoch hoffe er, dass man ihm eine zweite Chance geben würde. Schon in einer digitalen Pressekonferenz, bei der auch OKmag.de dabei war, erklärte Gil Ofarim: "Ich kann verstehen, dass es danach Fragen gibt: Ich hatte jetzt fast 5 Jahre Zeit, daran zu arbeiten und das, was war, zu verarbeiten. Die Öffentlichkeit wahrscheinlich nicht. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, dass irgendwann ein Neuanfang beginnen kann. Darum bitte ich." Dass er als neuer Dschungelkönig stark polarisieren würde, sei ihm bewusst: "Man muss nicht von jedem geliebt und gemocht werden", so der 43-Jährige.
Mittlerweile meldete sich im Interview mit "Zeit" auch erstmals der damals von Ofarim beschuldigte Hotelmitarbeiter Markus W. zu Wort und erklärte unter anderem:
Mir geht es nicht gut damit, wie er sich jetzt inszenieren konnte. Denn es hinterlässt bei mir den Eindruck, dass die öffentliche Wahrnehmung dieses Falles wieder kippt. Die Staatsanwaltschaft hat Tatsachen ermittelt, die vor Gericht Bestand hatten. Gil Ofarim hat diese Tatsachen irgendwann bestätigt, indem er sich bei mir entschuldigte und das Video löschte. Nun habe ich den Eindruck, dass alles wieder infrage gestellt wird. Er inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich.
Das Dschungelcamp 2026 und das große Wiedersehen kannst Du dir jederzeit noch einmal bei RTL+ ansehen.
Verwendete Quellen: RTL, Zeit






